Herbstzeit ist Pilzzeit in Deutschland,
Auf den canarischen Inseln fängt sie erst nach den ersten größeren Regenfällen an.
Worauf Sammler achten sollten
Viele Hobbysammler begeben sich auf der Suche nach der kulinarischen Köstlichkeit in die Wälder. Vor dem Verzehr eines Pilzes sollte jedoch überprüft werden, ob es sich wirklich um ein essbares Exemplar handelt
Pilze sind kalorienarme Lebensmittel. Je nach Sorte bestehen sie bis zu 90 Prozent aus Wasser. Außerdem beinhalten sie viele Mineralstoffe, Vitamine und Eiweiße. Speisepilze wachsen in Misch-, Laub- und Nadelwäldern, aber auch auf Äckern, Wiesen und Weiden. Bergmischwälder, in denen es häufiger regnet, sind für die Pilzsuche am besten geeignet. Der Zeitraum zum Pilze sammeln ist von Juni bis zum Einsetzen des ersten Frostes: Je nach Wetterbedingungen kann die Pilzsaison also sogar bis November oder Dezember andauern.
Die beliebten Pfifferlinge sind leicht zu erkennen. Als besonders aromatisch gelten junge Steinpilze, Herbsttrompeten, Stockschwämmchen oder Zigeunerpilze. Vor dem Sammeln ist es wichtig, sich über verschiedene Pilzarten und Vergiftungsgefahren zu informieren.
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Ob ein Pilz giftig ist, lässt sich mit bloßem Auge nicht erkennen. Nach der Rückkehr aus dem Wald ist deshalb eine sorgfältige Nachbestimmung der Pilze wichtig. Diese kann auch mithilfe von Experten in so genannten Pilzberatungen erfolgen.Heben Sie die Pilze am besten mit einem Messer aus dem Boden. Die Stielbasis dient ebenfalls zur Bestimmung des Pilzes. Beim Sammeln ist darauf zu achten, dass die Pilze nicht in der Nähe von vielbefahrenen Straßen stehen. Wer Waldpilze verzehrt, riskiert auch eine mögliche Fuchsbandwurm-Erkrankung. Deshalb kochen oder braten Sie die Pilze immer erst ab, um eventuell anhaftende Eier des Schädlings abzutöten. Auch sollten die Fundorte keine beliebten Markierungsplätze von Hunden sein. Auf Äckern und Feldern ist Vorsicht geboten, da sich oft Pestizide auf den Pilzen befinden.
Waschen zerstört das Aroma
Weist ein Pilz Löcher auf, wurde er von Schnecken zerfressen. Sie können ihn trotzdem verzehren, nachdem sie die löchrigen Stellen entfernt haben. Pilze, die von Maden befallen sind, sollten dagegen nicht geerntet werden, da Bakterien auf ihnen abgelagert sind. Auch alte Pilze eignen sich nicht zum Verzehr.
Zum Transport der gesammelten Pilze empfiehlt sich ein luftiges Gefäß, zum Beispiel ein Korb. Vor der Zubereitung müssen Pilze nur leicht abgebürstet werden, sofern sie nicht zu stark verschmutzt sind. Durch das Waschen verlieren Pilze ihr Aroma. Rohe Pilze sind fast immer giftig. Beachten Sie, dass große Pilze eine längere Garzeit benötigen als kleine.